Materialien und Fachinformationen

10 Jahre Tag für Alle im Krankenhaus

Lob- und Beschwerdemanagement in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen

Ein struk­tu­rier­ter Über­blick über Auf­ga­ben, Zie­le und Bedeu­tung des Lob- und Beschwer­de­ma­nage­ments im Gesund­heits­we­sen. Wir ord­nen Grund­la­gen, Rol­len und Nut­zen ein und zei­gen, war­um pro­fes­sio­nel­ler Umgang mit Feed­back ein zen­tra­ler Bestand­teil von Qua­li­tät und Orga­ni­sa­ti­ons­kul­tur im Gesund­heits­we­sen ist.

Kompendium Behandlungsfehler im Gesundheitswesen

Das Kom­pen­di­um bün­delt recht­li­che, orga­ni­sa­to­ri­sche und pra­xis­na­he Per­spek­ti­ven zum Umgang mit Behand­lungs­feh­lern im Gesund­heits­we­sen. Es unter­stützt Fach­kräf­te dabei, Beschwer­den, Haf­tungs­fra­gen und Lern­pro­zes­se struk­tu­riert ein­zu­ord­nen und pro­fes­sio­nell zu bear­bei­ten.

Lexikon Beschwerdemanagement

Das BBfG-Lexi­kon erklärt zen­tra­le Begrif­fe, Kon­zep­te und Zusam­men­hän­ge des Lob- und Beschwer­de­ma­nage­ments im Gesund­heits­we­sen. Es bie­tet eine ver­läss­li­che fach­li­che Ori­en­tie­rung für Pra­xis, Orga­ni­sa­ti­on und Ein­ord­nung im Berufs­all­tag.

Lob- und Beschwerdemanagement in Kliniken, Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen

Ein pro­fes­sio­nel­les Beschwer­de­ma­nage­ment in Kli­ni­ken und Kran­ken­häu­sern erhöht die Zufrie­den­heit und den Schutz der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten. Zufrie­de­ne Pati­en­ten kom­men wie­der und emp­feh­len wei­ter. Des­halb kommt dem Lob- und Beschwer­de­ma­nage­ment eine zen­tra­le Rol­le in der Kran­ken­haus­or­ga­ni­sa­ti­on und dem Kran­ken­haus­ma­nage­ment zu.

Dies war nicht immer so: Erst mit dem Pati­en­ten­rech­te­ge­setz vom 26. Febru­ar 2013 wur­de das pati­en­ten­ori­en­tier­te Lob- und Beschwer­de­ma­nage­ment ein­ge­führt, das die Rech­te der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten stärkt. Seit­dem gewinnt das Beschwer­de­ma­nage­ment ste­tig an Bedeu­tung.

Als kran­ken­haus­in­ter­ne Abtei­lung gehört das Lob- und Beschwer­de­ma­nage­ment zum Qua­li­täts­ma­nage­ment. Bei­de Funk­ti­ons­be­rei­che wer­den von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern des Kran­ken­hau­ses ver­tre­ten.

Zuständigkeiten des Lob- und Beschwerdemanagements

Lob- und Beschwerdemanager*innen neh­men Pati­en­ten­be­schwer­den auf, bear­bei­ten die­se und wer­ten sie aus, um schließ­lich für fest­ge­stell­te Schwach­stel­len Maß­nah­men ein­zu­lei­ten, die zu mehr Pati­en­ten­zu­frie­den­heit füh­ren. Eine wesent­li­che Vor­aus­set­zung für die­se Tätig­keit ist somit auch die sozia­le Kom­pe­tenz. Denn nur so kön­nen Lob- und Beschwerdemanager*innen den Anfor­de­run­gen der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wie auch denen des Kran­ken­haus­be­trie­bes gerecht wer­den.

Wel­che Qua­li­tät die Pati­en­ten­ver­sor­gung auf­wei­sen soll, wur­de durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit (BMG) gesetz­lich fest­ge­legt. Die Kran­ken­häu­ser sind gemäß Pati­en­ten­rech­te­ge­setz dazu ver­pflich­tet, ein Beschwer­de­ma­nage­ment ein­zu­rich­ten, dass sich an den Erwar­tun­gen und Bedürf­nis­sen der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ori­en­tiert und die Ver­bes­se­rung der Behand­lungs­qua­li­tät anstrebt.

Beschwerdemanager*innen neh­men die Belan­ge der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten auf, bespre­chen mög­li­che Pro­ble­me und ver­mit­teln nach Mög­lich­keit eine Klä­rung und ein­ver­nehm­li­che Lösung.

Das Betä­ti­gungs­feld von Lob- und Beschwerdemanager*innen sehr viel­sei­tig und anspruchs­voll. Zu den Auf­ga­ben bzw. dem Anfor­de­rungs­pro­fil gehört unter ande­rem:

… ein Bewusst­sein und Ver­ständ­nis für eine ver­trau­en­för­dern­de  Beschwer­de­kul­tur bei den allen Mit­ar­bei­ten­den des Kran­ken­hau­ses för­dern.

… stö­rungs­freie, abtei­lungs­über­grei­fen­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge ein­zu­rich­ten.

… mit akti­ver Anspra­che aller Bezugs­grup­pen ein pati­en­ten­ori­en­tier­tes, gut funk­tio­nie­ren­des Beschwer­de- und Lob­ma­nage­ment zu begrün­den.

… unter­schied­li­che, funk­tio­nie­ren­de und pati­en­ten­ori­en­tier­te Beschwer­de­ka­nä­le zu ent­wi­ckeln.

… Beschwer­de­fäl­le anzu­neh­men, zu doku­men­tie­ren und aus­zuwer­ten.

… Maß­nah­men zur Behe­bung der Beschwer­den oder zur Besei­ti­gung der Grün­de für die Beschwer­den ein­zu­lei­ten.

… dar­aus Ver­bes­se­rungs­maß­nah­men im Umgang mit Pati­en­ten­an­for­de­run­gen abzu­lei­ten und zu eta­blie­ren.

Ziele des Lob- und Beschwerdemanagements

Ein pro­fes­sio­nel­les Beschwer­de­ma­nage­ment in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen beinhal­tet, neben der akti­ven und zeit­na­hen Beschwer­de­be­ar­bei­tung, auch die Aus­wer­tung, das Con­trol­ling, das Report­ing und die Infor­ma­ti­ons­nut­zung bzw. Über­füh­rung in ein Ver­bes­se­rungs­ma­nage­ment. Damit bie­tet es Pati­en­ten, Ange­hö­ri­gen und Besu­chern eine wich­ti­ge Mög­lich­keit, eige­ne Belan­ge mit­zu­tei­len. Hier­durch wird die Pati­en­ten­bin­dung an die Ein­rich­tung geför­dert und Kla­gen oder öffent­lich­keits­wirk­sa­me Aktio­nen kön­nen häu­fig ver­mie­den wer­den.

Die aus den Rück­mel­dun­gen gewon­ne­nen Infor­ma­tio­nen zei­gen u. a. wich­ti­ge Ver­bes­se­rungs­po­ten­tia­le auf. Sie sind somit ein wich­ti­ges Instru­ment sowohl zur Qua­li­täts­si­che­rung als auch für das Risi­ko- und Ver­bes­se­rungs­ma­nage­ment.

Die anspruchs­vol­le, viel­sei­ti­ge und her­aus­for­dern­de Arbeit von Beschwer­de­ma­na­gern benö­tigt umfas­send qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ten­de, die über ent­spre­chen­de Kom­pe­ten­zen ver­fü­gen müs­sen. Die­se bie­ten die so wich­ti­ge Grund­la­ge, um den viel­fäl­ti­gen Anfor­de­run­gen gerecht wer­den zu kön­nen.

Ausbildung im Lob- und Beschwerdemanagement

Wenn Inter­es­sier­te für die­sen Tätig­keits­be­reich eine Aus­bil­dungs­stel­le such­ten, muss­ten sie lan­ge fest­stel­len, dass es hier­für kei­ne all­ge­mei­ne Aus­bil­dung gibt. Der BBfG hat des­halb Abhil­fe geschaf­fen und bie­tet im Rah­men sei­ner BBfG Aka­de­mie eine mehr­tä­gi­ge, aner­kann­te und umfas­sen­de Basis­qua­li­fi­ka­ti­on an, die alle Facet­ten und Teil­aspek­te die­ser anspruchs­vol­len Tätig­keit umfasst. Ziel ist es, dass die Teilnehmer*innen nach Been­di­gung des Semi­nars in der Lage sind, Beschwer­den zügig und trans­pa­rent zu bear­bei­ten — begin­nend mit der Infor­ma­ti­on der Pati­en­ten zu den Beschwer­de­mög­lich­kei­ten vor Ort über den zeit­na­hen Ergeb­nis­be­richt bis hin zu den dar­aus resul­tie­ren­den Kon­se­quen­zen. Es wer­den sämt­li­che Grund­la­gen ver­mit­telt, die im her­aus­for­dern­den Berufs­all­tag einer Beschwer­de­ma­na­ge­rin oder eines Beschwer­de­ma­na­gers nötig sind. 

Kompendium Behandlungsfehler im Gesundheitswesen

Wer ist der richtige Ansprechpartner bei einer Beschwerde?

Seit Ver­ab­schie­dung des Pati­en­ten­rech­te­ge­setz‘ 2013 sind Kli­ni­ken ver­pflich­tet, ein Beschwer­de­ma­nage­ment in ihren Häu­sern zu unter­hal­ten. Die dor­ti­gen Beschwer­de­ma­na­ger sind die ers­ten Ansprech­part­ner bei einer sofor­ti­gen Beschwer­de, aber auch bei Anre­gun­gen oder sons­ti­ger Kri­tik. Sie hel­fen dem Pati­en­ten bei der Ver­mitt­lung und der Kli­nik bei der Ver­bes­se­rung und Ver­mei­dung künf­ti­ger Feh­ler. Häu­fig ste­hen außer­dem zusätz­lich Pati­en­ten­für­spre­cher zur Ver­fü­gung, die als ehren­amt­li­che und unab­hän­gi­ge Ansprech­part­ner den Pati­en­ten unter­stüt­zen. Als wei­te­re Anlauf­stel­le dient die Unab­hän­gi­ge Pati­en­ten­be­ra­tung Deutsch­land (UPD), die­se berät Sie kos­ten­frei zu Gesundheits‑, Rechts- und psy­cho­so­zia­len Fra­gen. Auch Ver­brau­cher­zen­tra­len leis­ten eine unab­hän­gi­ge Bera­tung bei recht­li­chen Fra­gen zu Gesund­heits­leis­tun­gen und kön­nen auch bei Ver­dacht auf Behand­lungs­feh­ler aktiv hel­fen.

Behandlungsfehler im Gesundheitssystem

Was sind Aufklärungsfehler?

Ärz­te müs­sen Pati­en­ten umfas­send über medi­zi­ni­sche Behand­lun­gen auf­klä­ren und dabei sowohl Risi­ken als auch Alter­na­ti­ven auf­zei­gen. Ent­fällt die Auf­klä­rung ganz oder erfolgt sie nur unzu­rei­chend, wird die Ein­wil­li­gung des Pati­en­ten unwirk­sam und der Arzt hat damit sei­ne Auf­klä­rungs­pflicht ver­letzt. Dadurch kann der Arzt unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen für etwa­ige Behand­lungs­feh­ler haft­bar gemacht wer­den.

Was versteht man unter Diagnosefehlern?

Die Stel­lung einer rich­ti­gen Dia­gno­se ist der ers­te Schritt einer medi­zi­ni­schen Behand­lung. Ist die Dia­gno­se feh­ler­haft, kommt es in der Behand­lung übli­cher­wei­se zu Fol­ge­feh­lern. Daher ist der Arzt ver­pflich­tet, alle mög­li­chen Ursa­chen für die Pro­ble­me des Pati­en­ten zu prü­fen – selbst dann, wenn eine bestimm­te Dia­gno­se offen­sicht­lich zu sein scheint. Auch fal­sche Aus­wer­tun­gen von Befun­den sind Dia­gno­se­feh­ler. Doch trotz aller Sorg­falt: Fehl­dia­gno­sen las­sen sich nie ganz aus­schlie­ßen.

Welche Fehler bezeichnet man als Behandlungsfehler?

Ärz­te sind ver­pflich­tet, zur Dia­gnos­tik alle not­wen­di­gen Kon­troll­un­ter­su­chun­gen zu ver­an­las­sen. Dar­über hin­aus müs­sen die Behan­deln­den auf Grund­la­ge der Dia­gno­se dem Pati­en­ten die Behand­lungs­me­tho­de emp­feh­len, bei der einer­seits die größ­ten Hei­lungs­chan­cen aber ande­rer­seits auch die gerings­ten Risi­ken zu erwar­ten sind. Die vor­ge­schla­ge­ne Metho­de soll­te den aktu­el­len medi­zi­ni­schen Stan­dards ent­spre­chen und weder über­holt noch uner­probt sein. Wird grund­los auf erfor­der­li­che Unter­su­chun­gen ver­zich­tet oder ent­spricht die Behand­lung nicht den medi­zi­ni­schen Stan­dards, ohne dass es dafür erklär­ba­re Grün­de gäbe, liegt ein Behand­lungs­feh­ler vor.

Welche Fehler fallen in die Kategorie „Organisationsfehler“?

Neben dem kor­rek­ten Ablauf von Behand­lun­gen, sind die lei­ten­den Ärz­te und die Geschäfts­füh­rer von Kran­ken­häu­sern und nie­der­ge­las­se­nen Arzt­pra­xen dafür ver­ant­wort­lich, dass alle orga­ni­sa­to­ri­schen Pro­zes­se der Ein­rich­tung gut auf­ein­an­der abge­stimmt sind. So wird der ord­nungs­ge­mä­ße Betrieb sicher­ge­stellt. Dazu zählt bei­spiels­wei­se die Beschäf­ti­gung von aus­rei­chend qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal oder die Ein­hal­tung der Hygie­ne­vor­schrif­ten. Auch über­mä­ßig lan­ge War­te­zei­ten kön­nen Orga­ni­sa­ti­ons­feh­ler sein, sofern sie beim Pati­en­ten zu gesund­heit­li­chen Schä­den füh­ren.

Welche Fehler fallen in die Kategorie „Nachsorgefehler“?

Liegt eine unzu­rei­chen­de oder gar kei­ne Kon­trol­le des Hei­lungs­pro­zes­ses vor, spricht man von einem Nach­sor­ge­feh­ler. Eine feh­ler­haf­te Nach­sor­ge ist eben­falls gege­ben, wenn der behan­deln­de Arzt es unter­lässt, Hin­wei­se über die Medi­ka­men­ten­ein­nah­me oder ande­re not­wen­di­gen Maß­nah­men, wie eine phy­sio­the­ra­peu­ti­sche Behand­lung oder eine Ernäh­rungs­um­stel­lung anzu­ge­ben. Auch wenn der Pati­ent nicht deut­lich genug dar­über belehrt wird, dass er einen Spe­zia­lis­ten zu Rate zie­hen soll­te, spricht man von einer feh­ler­haf­ten Nach­sor­ge.

Welche Fehler fallen in die Kategorie „Entlassungsmanagementfehler“?

Das Ent­las­sungs­ma­nage­ment soll­te so früh wie mög­lich durch den behan­deln­den Arzt, Pfle­ge­kräf­te oder Mit­ar­bei­ter des Sozi­al­diens­tes in Gang gesetzt wer­den, wenn ein Pati­ent ent­las­sen wer­den kann. Die Kli­nik muss den wei­ter­be­han­deln­den Arzt und Pfle­ge­dienst recht­zei­tig vor der Ent­las­sung über die not­wen­di­ge Wei­ter­ver­sor­gung infor­mie­ren und dem Pati­en­ten einen Ent­las­sungs­brief mit Ver­ord­nun­gen, Behand­lungs­emp­feh­lun­gen und einem Medi­ka­ti­ons­plan aus­stel­len. Die­se Maß­nah­me ist wich­tig um einen opti­ma­len Behand­lungs­er­folg zu gewähr­leis­ten. Eine unzu­rei­chen­de Vor­be­rei­tung der Ent­las­sung oder zu spä­te sowie man­geln­de Wei­ter­ga­be von Infor­ma­tio­nen an den Haus­arzt und Pfle­ge­dienst stel­len somit Feh­ler im Ent­las­sungs­ma­nage­ment dar. Am Tag der Ent­las­sung muss eine naht­lo­se Über­lei­tung des Pati­en­ten in eine Anschluss­ver­sor­gung durch das Kran­ken­haus gewähr­leis­tet sein.

Was ist der Sinn von Beschwerdemanagern?

Beschwer­de­ma­na­ger sind mitt­ler­wei­le in jeder Kli­nik ver­pflich­tend, sie set­zen sich für die Sor­gen und Kri­ti­ken von Pati­en­ten ein, indem sie deren Beschwer­den bear­bei­ten und lösen. Dadurch sind sie ein wich­ti­ger Bestand­teil der Qua­li­täts­si­che­rung in Kran­ken­häu­sern. Pati­en­ten kön­nen sich tele­fo­nisch, schrift­lich oder per­sön­lich an Beschwer­de­ma­na­ger wen­den, jede Beschwer­de die geäu­ßert wird, wird ernst genom­men und ist eine Unter­stüt­zung für eine lang­fris­ti­ge Ver­bes­se­rung in der Qua­li­tät der Ver­sor­gung.

Verstöße gegen Hygienestandards

Sind Verstöße gegen Hygienestandards Behandlungsfehler?

Ja, sogar beson­ders häu­fi­ge und fol­gen­schwe­re! Wenn Hygie­ne­vor­schrif­ten miss­ach­tet wer­den, haben Kei­me freie Bahn. Vor allem für gesund­heit­lich ange­grif­fe­ne Per­so­nen ist das ris­kant. Daher gel­ten Ver­stö­ße gegen Hygie­ne­vor­schrif­ten als Behand­lungs­feh­ler. Maß­ge­bend bei Hygie­ne­vor­schrif­ten sind die Emp­feh­lun­gen des Robert-Koch-Insti­tuts sowie die Kom­mis­si­on für Kran­ken­haus­hy­gie­ne und Infek­ti­ons­prä­ven­ti­on (KRINKO).

Welche Verstöße gegen die Hygienestandards gibt es?

Kran­ken­häu­ser sind ver­pflich­tet, alle erfor­der­li­chen Maß­nah­men zur Erken­nung, Ver­hü­tung und Bekämp­fung von Infek­tio­nen zu tref­fen. Jedes Kran­ken­haus muss außer­dem einen Kran­ken­haus­hy­gie­ni­ker und regel­mä­ßig eine Hygie­ne-Kom­mis­si­on zur Bera­tung ein­ho­len. Unzu­rei­chen­de Des­in­fek­ti­on der Hän­de, nicht ste­ri­le OP-Instru­men­te, Wund­in­fek­tio­nen nach einer OP, Bak­te­ri­en in der Infu­si­ons­lö­sung oder im Kran­ken­haus ent­ste­hen­de Infek­tio­nen bei Pati­en­ten durch man­geln­de Hygie­ne sind Ver­stö­ße gegen die Vor­schrif­ten der Kran­ken­haus­hy­gie­ne, die als medi­zi­ni­sche Behand­lungs­feh­ler zu wer­ten sind.

Vermeidung von Behandlungsfehler

Wie sorgen Krankenhäuser für die Vermeidung von Behandlungsfehler?

Seit das Pati­en­ten­rech­te­ge­setz 2013 ver­ab­schie­det wur­de, exis­tie­ren Richt­li­ni­en, die Kran­ken­häu­ser dazu ver­pflich­te­ten, Risiko‑, Qua­li­täts­ma­nage­ment und Feh­ler­mel­de­sys­te­me ein­zu­füh­ren. Das Qua­li­täts- und Risi­ko­ma­nage­ment in Kran­ken­häu­sern soll zur Ver­bes­se­rung von Pati­en­ten­rech­ten und Ver­mei­dung von Feh­lern bei­tra­gen. Außer­dem wur­de fest­ge­legt, dass in jeder Kli­nik ein Beschwer­de­ma­na­ger vor Ort sein muss, der sich im Beschwer­de­fall den Pati­en­ten annimmt und ihnen hilft. Zusätz­lich setzt sich der Bun­des­ver­band Beschwer­de­ma­nage­ment (BBfG) für die lang­fris­ti­ge Ver­mei­dung von Behand­lungs­feh­lern ein. Durch sei­ne jähr­lich durch­ge­führ­te Bench­mark- Stu­die wird Trans­pa­renz im Umgang mit Beschwer­den in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen geschaf­fen. Sie erfasst Aus­sa­gen von Beschwer­de­ma­na­gern vie­ler Kli­ni­ken und spie­gelt somit Lob sowie Kri­tik von Pati­en­ten und Ange­hö­ri­gen wider. Nach­träg­lich bil­det dies den Ver­bes­se­rungs­be­darf an Kli­ni­ken ab, die­se kön­nen die auf­ge­zeig­ten Feh­ler­quel­len zur Opti­mie­rung der Behand­lung nut­zen. Dadurch wer­den Ände­run­gen im Sin­ne des Pati­en­ten­wohls und eine bes­se­re Qua­li­tät im Kran­ken­haus geschaf­fen.

Was ist der Sinn von Beschwerdemanagern?

Beschwer­de­ma­na­ger sind mitt­ler­wei­le in jeder Kli­nik ver­pflich­tend, sie set­zen sich für die Sor­gen und Kri­ti­ken von Pati­en­ten ein, indem sie deren Beschwer­den bear­bei­ten und lösen. Dadurch sind sie ein wich­ti­ger Bestand­teil der Qua­li­täts­si­che­rung in Kran­ken­häu­sern. Pati­en­ten kön­nen sich tele­fo­nisch, schrift­lich oder per­sön­lich an Beschwer­de­ma­na­ger wen­den, jede Beschwer­de die geäu­ßert wird, wird ernst genom­men und ist eine Unter­stüt­zung für eine lang­fris­ti­ge Ver­bes­se­rung in der Qua­li­tät der Ver­sor­gung.

Wann sollte rechtlicher Beistand gesucht werden?

Wächst der Ver­dacht, von einem Behand­lungs­feh­ler betrof­fen zu sein, und hat die Rück­spra­che mit dem Beschwer­de­ma­nage­ment und dem Pati­en­ten­für­spre­cher der Kli­nik kei­nen Erfolg gezeigt, kann auch die Bera­tung durch einen Rechts­an­walt eine Mög­lich­keit sein. Wel­che Anwäl­te auf Medi­zin­recht spe­zia­li­siert sind, ver­rät ein Blick auf die Regis­ter der Anwalts­kam­mern und ‑ver­ei­ne. Die Anwalts­kos­ten ori­en­tie­ren sich in die­sem Fall an der ange­streb­ten Schmer­zens­geld­sum­me, bzw. dem Scha­dens­er­satz.

Lexikon für das Beschwerdemanagement

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

A

Anhörungsrecht

Das Recht eines Pati­en­ten, sei­ne Mei­nung oder Beschwer­de zu äußern und gehört zu wer­den.

Quel­le: 2.

Anliegen

Im Rah­men des Beschwer­de­ma­nage­ments wer­den nicht nur Beschwer­den bear­bei­tet, son­dern grund­sätz­lich – neu­tral for­mu­liert – Anlie­gen. Es wer­den vier Anlie­ge­ar­ten defi­niert:

  1. Kri­tik
  2. Lob
  3. Anre­gung
  4. Anfra­gen

Quel­le: 1.

Audit

Eine sys­te­ma­ti­sche Über­prü­fung von Pro­zes­sen und Ver­fah­ren, ein­schließ­lich Beschwer­de­ma­nage­ment, um sicher­zu­stel­len, dass sie effek­tiv funk­tio­nie­ren und den Stan­dards ent­spre­chen.

Quel­le: 2.

Auswertung

Die sys­te­ma­ti­sche Aus­wer­tung von Lob und Beschwer­den kann dazu bei­tra­gen, Mus­ter und Trends zu erken­nen, die auf grö­ße­re Pro­ble­me hin­wei­sen kön­nen.

Quel­le: 2.

B

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Beratung

Ein Pro­zess, bei dem Pati­en­ten und ihre Fami­li­en über ihre Rech­te, Optio­nen und den Beschwer­de­ma­nage­ment­pro­zess infor­miert wer­den.

Quel­le: 2.

Beschwerdebearbeitung

Der Pro­zess, der ein­tritt, nach­dem eine Beschwer­de ein­ge­reicht wur­de, ein­schließ­lich der Unter­su­chung und Lösungs­fin­dung.

Quel­le: 2.

Beschwerdeempfänger

Beschwer­de­emp­fän­ger sind am ehes­ten Mit­ar­bei­ter inner­halb des Unter­neh­mens. Auf­grund der Struk­tur des Kon­zerns wer­den eben­so Ein­ga­ben an die Trä­ger­or­ga­ne, poli­ti­sche Inter­es­sens­grup­pen oder den Auf­sichts­rat getä­tigt. Gemäß des stan­dar­di­sier­ten Vor­ge­hens (Regel­fall, vgl. Visio-Ablauf) geht die Bear­bei­tung der Ein­ga­ben immer in die Ver­ant­wor­tung der Kran­ken­häu­ser über, wel­che nach Auf­ar­bei­tung in den ent­spre­chen­den Berei­chen dem Beschwer­de­füh­rer direkt in einer Zusam­men­fas­sung ant­wor­ten.

Quel­le: 1.

Beschwerdeführer, Initiator

Es ist üblich, den Begriff Beschwer­de­füh­rer für die­je­ni­ge Per­son zu nut­zen, die das Anlie­gen vor­trägt. Im Kran­ken­haus kann dies auch ein Pati­en­ten­ver­tre­ter sein (z.B. Eltern, Ange­hö­ri­ge, Pati­en­ten­für­spre­cher). Beschwer­de­füh­rer ist dann der Pati­ent selbst, nicht der­je­ni­ge, der das Anlie­gen als ver­län­ger­tes Sprach­rohr bekannt gibt. Des­halb kann auch neben dem Begriff „Beschwer­de­füh­rer“ der Begriff „Initia­tor“ genutzt wer­den.

Quel­le: 1.

Beschwerdekoordinator

Es gibt für jeden Orga­ni­sa­ti­on­be­reich einen durch das Direk­to­ri­um / Insti­tuts­lei­tung / Zen­tra­le Bereichs­lei­tung / Geschäfts­füh­rung benann­ten und befug­ten Beschwer­de­ko­or­di­na­tor inklu­si­ve einer Ver­tre­tungs­re­ge­lung. Das Beschwer­de­ma­nage­ment ist dem jewei­li­gen Qua­li­täts­ma­nage­ment der Kli­nik, des Insti­tu­tes oder des Zen­tra­len Berei­ches zuge­ord­net.

Quel­le: 1.

Beschwerdemanagement

Ein Sys­tem zur Erfas­sung, Bear­bei­tung und Lösung von Pati­en­ten­be­schwer­den, um die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit zu erhö­hen und die Ser­vice­qua­li­tät zu ver­bes­sern.

Quel­le: 2.

C

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Case Management

Ein koor­di­nier­ter Ansatz zur Behand­lung von Pati­en­ten­be­schwer­den, der den gesam­ten Pro­zess von der Ein­rei­chung bis zur Lösung umfasst.

Quel­le: 2.

Change Management

Die Metho­dik und Her­an­ge­hens­wei­se an Ände­run­gen in Orga­ni­sa­tio­nen, die auch im Rah­men von Ver­bes­se­run­gen im Beschwer­de­ma­nage­ment ange­wen­det wer­den kann.

Quel­le: 2.

Compliance

Die Ein­hal­tung gesetz­li­cher Vor­schrif­ten und Stan­dards im Gesund­heits­we­sen, um die Pati­en­ten­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten.

Quel­le: 2.

D

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Datenschutz

Der Schutz von Pati­en­ten­da­ten ist im Gesund­heits­we­sen von höchs­ter Bedeu­tung, ins­be­son­de­re bei der Bear­bei­tung von Beschwer­den.

Quel­le: 2.

Deeskalation

Stra­te­gien und Tech­ni­ken, um Kon­flik­te zu ver­min­dern und eine fried­li­che Lösung zu fin­den.

Quel­le: 2.

De- / Eskalationsstrategie

Das Ver­fah­ren ist bei sen­si­blen und kri­ti­schen Mel­dun­gen mit beson­de­rem Risi­ko­po­ten­ti­al offen für eine Mel­de­es­ka­la­ti­on (z.B. an Geschäfts­füh­rung, Risi­ko­ma­na­ger, Rechts­ab­tei­lung)

Quel­le: 1.

Dokumentation

Die Auf­zeich­nung aller rele­van­ten Infor­ma­tio­nen im Zusam­men­hang mit einer Beschwer­de, die zur Lösung und zur zukünf­ti­gen Ver­bes­se­rung bei­tra­gen kann.

Quel­le: 2.

E

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Empathie

Eine wich­ti­ge Fähig­keit für Mit­ar­bei­ter im Gesund­heits­we­sen, um effek­tiv auf Pati­en­ten­be­schwer­den zu reagie­ren.

Quel­le: 2.

Eskalation

Ein Pro­zess, bei dem unge­lös­te Beschwer­den an höhe­re Manage­ment­ebe­nen wei­ter­ge­lei­tet wer­den.

Quel­le: 2.

Ethik

Ein wich­ti­ger Aspekt im Gesund­heits­we­sen, der auch bei der Behand­lung von Beschwer­den berück­sich­tigt wer­den muss.

Quel­le: 2.

F

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Feedback

Ein wich­ti­ges Instru­ment zur Ver­bes­se­rung der Qua­li­tät und Effi­zi­enz in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen.

Quel­le: 2.

Follow-up

Ein Pro­zess, bei dem der Fort­schritt einer Beschwer­de über­wacht und der Pati­ent über den Sta­tus infor­miert wird.

Quel­le: 2.

Fristen

Die Zeit­span­ne, in der eine Beschwer­de bear­bei­tet und gelöst wer­den soll­te.

Quel­le: 2.

G

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Gesundheitspolitik

Die poli­ti­schen und regu­la­to­ri­schen Rah­men­be­din­gun­gen, die das Beschwer­de­ma­nage­ment im Gesund­heits­we­sen beein­flus­sen.

Quel­le: 2.

Gutachten

Eine Exper­ten­mei­nung, die in eini­gen Fäl­len bei der Bear­bei­tung von Beschwer­den her­an­ge­zo­gen wer­den kann.

Quel­le: 2.

H

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Haftung

Die recht­li­che Ver­ant­wor­tung von Gesund­heits­dienst­leis­tern gegen­über ihren Pati­en­ten.

Quel­le: 2.

Hotline

Ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, das Pati­en­ten zur Ver­fü­gung gestellt wird, um ihre Beschwer­den ein­zu­rei­chen.

Quel­le: 2.

Hygienestandards

Ein Bereich, in dem Beschwer­den häu­fig auf­tre­ten kön­nen, wenn die Stan­dards nicht ein­ge­hal­ten wer­den.

Quel­le: 2.

I

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Informationsaustausch

Ein wich­ti­ger Aspekt des Beschwer­de­ma­nage­ments, um sicher­zu­stel­len, dass alle rele­van­ten Par­tei­en über den Stand der Beschwer­de infor­miert sind.

Quel­le: 2.

Intervention

 Maß­nah­men, die ergrif­fen wer­den, um auf eine Beschwer­de zu reagie­ren und eine Lösung zu fin­den.

Quel­le: 2.

ISO 10002

Die inter­na­tio­na­le Norm für Qua­li­täts­ma­nage­ment — Kun­den­zu­frie­den­heit — Leit­fa­den für Beschwer­de­ma­nage­ment in Orga­ni­sa­tio­nen.

Quel­le: 2.

J

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Juristische Aspekte

Rele­van­te recht­li­che Fra­gen, die im Zusam­men­hang mit Beschwer­den und ihrer Bear­bei­tung auf­tre­ten kön­nen.

Quel­le: 2.

Just Culture

Eine Kul­tur, die auf Fair­ness, Ler­nen und Ver­bes­se­rung abzielt und nicht auf Schuld­zu­wei­sun­gen nach einem Vor­fall.

Quel­le: 2.

Justizsystem

Das recht­li­che Sys­tem, das bei bestimm­ten Arten von Beschwer­den im Gesund­heits­we­sen eine Rol­le spie­len kann.

Quel­le: 2.

K

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Kommunikation

Ein Schlüs­sel­ele­ment im Beschwer­de­ma­nage­ment, um sicher­zu­stel­len, dass Pati­en­ten­be­schwer­den effek­tiv bear­bei­tet wer­den.

Quel­le: 2.

Konfliktlösung

Stra­te­gien und Tech­ni­ken zur Lösung von Kon­flik­ten, die aus Beschwer­den ent­ste­hen kön­nen.

Quel­le: 2.

Kundendienst

Ein Bereich, in dem Lob und Beschwer­den häu­fig auf­tre­ten und der ein Schlüs­sel­be­reich für Ver­bes­se­run­gen sein kann.

Quel­le: 2.

L

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Lean Management

Ein Manage­ment­an­satz, der sich auf die Maxi­mie­rung des Wer­tes für Pati­en­ten und die Mini­mie­rung von Ver­schwen­dung kon­zen­triert.

Quel­le: 2.

Lob

Posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen von Pati­en­ten, die zur Ver­bes­se­rung der Qua­li­tät und Effi­zi­enz bei­tra­gen kön­nen.

Quel­le: 2.

Lösungsorientierung

Ein Ansatz zum Beschwer­de­ma­nage­ment, der sich auf die Lösung von Pro­ble­men kon­zen­triert, anstatt Schuld­zu­wei­sun­gen zu machen.

Quel­le: 2.

M

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Mediation

Ein mög­li­cher Ansatz zur Lösung von Kon­flik­ten zwi­schen Pati­en­ten und Gesund­heits­dienst­leis­tern.

Quel­le: 2.

Medizinische Fehlleistung

Ein häu­fi­ger Grund für Beschwer­den in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen.

Quel­le: 2.

Meldeverfahren

Ein Pro­zess zur Mel­dung von Beschwer­den, der klar, zugäng­lich und effek­tiv sein soll­te.

Quel­le: 2.

N

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Nachverfolgung

Ein Pro­zess zur Über­wa­chung der Bear­bei­tung und Lösung von Beschwer­den.

Quel­le: 2.

Niedrigschwelliger Zugang

defi­nier­te Erreich­bar­keit: z.B. Tele­fon, Email, Inter­net­prä­senz, Fly­er, per­sön­li­che Erreich­bar­keit

Quel­le: 1.

Normen

Stan­dards und Leit­li­ni­en, die im Gesund­heits­we­sen und im Beschwer­de­ma­nage­ment gel­ten.

Quel­le: 2.

Notfallmanagement

Ein Bereich, in dem effek­ti­ves Beschwer­de­ma­nage­ment von ent­schei­den­der Bedeu­tung sein kann.

Quel­le: 2.

O

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Ombudsman

Eine neu­tra­le und unab­hän­gi­ge Per­son oder Stel­le, die Beschwer­den von Pati­en­ten prüft und Lösun­gen vor­schlägt.

Quel­le: Wiki­pe­dia

Ombudsperson

Eine neu­tra­le und unab­hän­gi­ge Instanz, die Beschwer­den von Pati­en­ten prüft und Lösun­gen vor­schlägt.

Ein Ombuds­mann bzw. Ombuds­frau oder Ombuds­per­son erfüllt die Auf­ga­be einer unpar­tei­ischen Schieds­per­son.  Ombuds­mann wird teils syn­onym zum Pati­en­ten­für­spre­chen­den ver­wen­det.

Quel­le: Wiki­pe­dia

One Face to the customer

Der Bear­bei­tungs­vor­gang wird so gestal­tet, dass die mel­den­de Per­son eine Ant­wort­syn­the­se von einer für ihn ein­deu­tig erkenn­ba­ren Struk­tur erhält (im Gegen­satz zu meh­re­ren Ant­wor­ten zum Vor­gang von ver­schie­de­nen Personen/Bereichen).

Quel­le: 1.

Organisationskultur

Ein Fak­tor, der die Effek­ti­vi­tät des Beschwer­de­ma­nage­ments beein­flus­sen kann.

Quel­le: 2.

P

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Patientenfürsprecher

Eine gesetz­li­che Rah­men­re­ge­lung für Pati­en­ten­für­spre­cher ist gemäß Nie­der­säch­si­sches Kran­ken­haus­ge­setz (NKHG) mit Ände­rung vom 14.07.2015, § 16, vor­ge­ge­ben. Der Gesetz­ge­ber for­mu­liert dabei expli­zit, dass die Pati­en­ten­für­spre­cher Teil des pati­en­ten­ori­en­tier­ten Beschwer­de­ma­nage­ment sein sol­len, um Dop­pel­struk­tu­ren zu ver­mei­den. Die Auf­ga­ben­de­fi­ni­ti­on lau­tet gemäß Geset­zes­text:

Pati­en­ten­für­spre­cher neh­men Beschwer­den und Anre­gun­gen (Anlie­gen) von Pati­en­tin­nen, Pati­en­ten oder ihren Ange­hö­ri­gen (Betrof­fe­nen) ent­ge­gen, lei­tet sie an die zustän­di­gen Stel­len des Kran­ken­hau­ses oder sei­nes Trä­gers wei­ter, wirkt dort auf eine zügi­ge und trans­pa­ren­te Bear­bei­tung hin und teilt den Betrof­fe­nen nach Erle­di­gung unver­züg­lich das Ver­an­lass­te mit.

Quel­le: 1.

Patientenrechte

Die Rech­te der Pati­en­ten, die bei der Bear­bei­tung von Beschwer­den berück­sich­tigt wer­den müs­sen.

Quel­le: 2.

Patientensicherheit

Ein wich­ti­ger Fak­tor, der bei Beschwer­den im Gesund­heits­we­sen berück­sich­tigt wer­den muss.

Quel­le: 2.

Prozessoptimierung

Die sys­te­ma­ti­sche Ver­bes­se­rung von Pro­zes­sen, um ihre Effi­zi­enz und Effek­ti­vi­tät zu stei­gern.

Quel­le: 2.

Q

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Qualitätsindikatoren

Mess­ba­re Ele­men­te, die die Qua­li­tät und Effek­ti­vi­tät von Gesund­heits­dienst­leis­tun­gen und Beschwer­de­ma­nage­ment­pro­zes­sen anzei­gen.

Quel­le: 2.

Qualitätskontrolle

Ein Pro­zess zur Über­wa­chung der Leis­tung von Gesund­heits­ein­rich­tun­gen und zur Iden­ti­fi­zie­rung von Berei­chen, die Ver­bes­se­run­gen benö­ti­gen.

Quel­le: 2.

Qualitätsmanagement

Ein Sys­tem zur Ver­bes­se­rung der Qua­li­tät und Effi­zi­enz in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen, das Beschwer­de­ma­nage­ment ein­schließt.

Quel­le: 2.

R

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Reaktionszeit

Die Zeit, die es dau­ert, um auf eine Beschwer­de zu reagie­ren, ist ein wich­ti­ger Fak­tor für die Pati­en­ten­zu­frie­den­heit.

Quel­le: 2.

Risikoanalyse

Ein Pro­zess zur Iden­ti­fi­zie­rung und Bewer­tung von Risi­ken, die zu Beschwer­den füh­ren kön­nen.

Quel­le: 2.

Risikomanagement

Die Iden­ti­fi­zie­rung und Mini­mie­rung von Risi­ken, die zu Pati­en­ten­be­schwer­den füh­ren kön­nen.

Quel­le: 2.

S

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Schulung

Fort­bil­dung von Per­so­nal zur Ver­bes­se­rung der Pati­en­ten­be­treu­ung und zur effek­ti­ven Hand­ha­bung von Beschwer­den.

Quel­le: 2.

Servicequalität

Die Qua­li­tät der Gesund­heits­dienst­leis­tun­gen, die direkt die Zufrie­den­heit der Pati­en­ten beein­flusst.

Quel­le: 2.

Standard Operating Procedure (SOP)

Ein doku­men­tier­ter Pro­zess, der genau beschreibt, wie bestimm­te Auf­ga­ben, ein­schließ­lich des Beschwer­de­ma­nage­ments, durch­ge­führt wer­den sol­len.

Quel­le: 2.

T

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Training

Schu­lungs­pro­gram­me für Mit­ar­bei­ter im Gesund­heits­we­sen zur Ver­bes­se­rung ihrer Fähig­kei­ten im Umgang mit Beschwer­den.

Quel­le: 2.

Transparenz

Die Offen­le­gung von Infor­ma­tio­nen über Beschwer­de­ma­nage­ment­pro­zes­se zur Ver­bes­se­rung des Ver­trau­ens und der Zufrie­den­heit der Pati­en­ten.

Quel­le: 2.

Triage

Ein Pro­zess zur Prio­ri­sie­rung von Beschwer­den, ins­be­son­de­re in Situa­tio­nen mit hohem Beschwer­de­vo­lu­men.

Quel­le: 2.

U

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Überprüfung

Ein Pro­zess zur Über­prü­fung der Wirk­sam­keit von Beschwer­de­ma­nage­ment­stra­te­gien und zur Iden­ti­fi­zie­rung von Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten.

Quel­le: 2.

Umsetzung

Der Pro­zess der Imple­men­tie­rung von Ver­än­de­run­gen oder Ver­bes­se­run­gen im Beschwer­de­ma­nage­ment.

Quel­le: 2.

Unabhängige Beschwerdestelle

Die­ser Begriff wird teils in Lan­des­kran­ken­haus­ge­setz­ge­bun­gen auf­ge­führt. In eini­gen Fäl­len las­sen sich hier­un­ter die Pati­en­ten­für­spre­chen­den sub­su­mie­ren. Anders ist dies in der Psychiar­t­rie: Unab­hän­gi­ge Beschwer­de­stel­len in der Psych­ia­trie sind nach Emp­feh­lun­gen der DGSP und eines Regie­rungs­be­auf­trag­ten für die Qua­li­täts­si­che­rung in der Dia­gnos­ti­zie­rung und der Behand­lung durch Psych­ia­ter not­wen­dig.

Quel­le: Wiki­pe­dia

Unzufriedenheit

Ein Zustand, der oft der Aus­lö­ser für Pati­en­ten­be­schwer­den ist.

Quel­le: 2.

V

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Verantwortlichkeit

Die Pflicht von Gesund­heits­dienst­leis­tern, für ihre Hand­lun­gen und Ent­schei­dun­gen ver­ant­wort­lich zu sein, beson­ders wenn sie zu Beschwer­den füh­ren.

Quel­le: 2.

Verbesserung

Das Haupt­ziel des Beschwer­de­ma­nage­ments ist die stän­di­ge Ver­bes­se­rung der Qua­li­tät und Effi­zi­enz der Gesund­heits­dienst­leis­tun­gen.

Quel­le: 2.

Vertraulichkeit

Ein wesent­li­cher Aspekt im Umgang mit Pati­en­ten­in­for­ma­tio­nen, ins­be­son­de­re bei Beschwer­den.

Quel­le: 2.

W

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Wartezeit

Ein häu­fi­ger Grund für Beschwer­den im Gesund­heits­we­sen, der durch effi­zi­en­tes Zeit­ma­nage­ment ange­gan­gen wer­den kann.

Quel­le: 2.

Wiedergutmachung

Maß­nah­men, die ergrif­fen wer­den, um die nega­ti­ve Erfah­rung eines Pati­en­ten zu kor­ri­gie­ren oder zu kom­pen­sie­ren.

Quel­le: 2.

Workflow

Der Pro­zess oder die Rei­hen­fol­ge von Arbeits­auf­ga­ben, die zur Bear­bei­tung und Lösung von Beschwer­den durch­ge­führt wer­den müs­sen.

Quel­le: 2.

X

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

eXpertise

Die Fach­kennt­nis­se der Mit­ar­bei­ter im Gesund­heits­we­sen, die für die effek­ti­ve Bear­bei­tung von Beschwer­den uner­läss­lich sind.

Quel­le: 2.

eXtra Mile

Ein Begriff, der den zusätz­li­chen Auf­wand beschreibt, den Gesund­heits­dienst­leis­ter auf sich neh­men, um Pati­en­ten zufrie­den zu stel­len und Beschwer­den zu ver­mei­den.

Quel­le: 2.

eXzellenz

Ein Ziel vie­ler Gesund­heits­ein­rich­tun­gen ist es, Exzel­lenz in allen Aspek­ten ihrer Dienst­leis­tun­gen zu errei­chen, ein­schließ­lich des Beschwer­de­ma­nage­ments.

Quel­le: 2.

Y

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Y‑Gespräch

Ein Gespräch zwi­schen dem Pati­en­ten und dem Gesund­heits­dienst­leis­ter, um Beschwer­den zu klä­ren und Lösun­gen zu fin­den.

Quel­le: 2.

Yield Management

Ein Prin­zip der Betriebs­wirt­schaft, das auf die Opti­mie­rung von Kapa­zi­tä­ten und Res­sour­cen abzielt, um die Zufrie­den­heit zu erhö­hen und Beschwer­den zu redu­zie­ren.

Im Gesund­heits­we­sen ein Ansatz zur Maxi­mie­rung der Pati­en­ten­zu­frie­den­heit und der Aus­las­tung von Res­sour­cen in Gesund­heits­ein­rich­tun­gen.

Quel­le: 2.

Z

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |

Zielsetzung

Das Fest­le­gen von Zie­len für die Leis­tung und Effek­ti­vi­tät des Beschwer­de­ma­nage­ments, um kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­run­gen zu för­dern.

Quel­le: 2.

Zufriedenheit

Ein Haupt­ziel des Beschwer­de­ma­nage­ments ist es, die Zufrie­den­heit der Pati­en­ten zu erhö­hen, indem ihre Beschwer­den effek­tiv bear­bei­tet und gelöst wer­den.

Quel­le: 2.

Zuhören

Eine grund­le­gen­de Fähig­keit, die für das effek­ti­ve Manage­ment von Beschwer­den erfor­der­lich ist. Es ermög­licht den Gesund­heits­dienst­leis­tern, das Pro­blem des Pati­en­ten voll­stän­dig zu ver­ste­hen und eine geeig­ne­te Lösung zu fin­den.

Quel­le: 2.

Quellen

Quelle 1.

Dr. med. Chris­ti­ne Gern­reich, MPH
Zen­tra­le Bereichs­lei­tung
Kli­ni­kum Regi­on Han­no­ver GmbH
Qua­li­täts- und Risi­ko­ma­nage­ment

Quelle 2.

Die mit “2.” gekenn­zeich­ne­ten Begrif­fe die­ses Beschwer­de­le­xi­kons wur­den im April 2023 mit Hil­fe von Ope­nAIs ChatGPT Sprach­mo­dell erstellt und von der Redak­ti­on der BBfG-Web­site geprüft und gegen­ge­le­sen

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